Eine niederländische Firma wie Heineken leitet man auf Niederländisch

26 März 2017
door Regina Coeli

Der Franzose Pascal Gilet steht seit anderthalb Jahren an der Spitze von Heineken Niederlande. Von Anfang an war er entschlossen, mit seinen Kollegen nur Niederländisch zu sprechen. Zuerst ging es im Telegrammstil; später begann er in immer komplexeren und schöneren Vollsätzen zu sprechen. In einem Gespräch ertappt man ihn nur noch selten bei einem Fehler. Lediglich sein französischer Akzent verrät noch seine nicht-niederländische Herkunft.

Niederländisch sprechen? Logisch!

„Niemand hat mich gebeten, Niederländisch zu lernen, als ich diese Stelle antrat", sagt Pascal Gilet. „Ich selbst war aus zwei Gründen sehr motiviert. Der erste ist, dass ich stolz bin, Heineken Niederlande zu führen. Es ist ein gutes niederländisches Unternehmen, es ist also logisch, auch Niederländisch zu sprechen. Ich möchte mit den Menschen in Kontakt bleiben. Wenn ich zum Beispiel etwas mit einem Ministerium beraten will, finde ich, dass ich in der Lage sein, sollte Niederländisch zu sprechen. Sehen Sie es so: Es wäre unvorstellbar, wenn ein Ausländer an der Spitze des französischen Lebensmittelkonzerns Danone kein Französisch sprechen würde.

Ein zweiter Grund ist, dass ich früher schon einmal sechs Jahre in den Niederlanden gelebt habe. Als ich wegging, sprach ich kein Wort Niederländisch. Darauf war ich nicht stolz. Damals habe ich mit mir selbst vereinbart, dass jeder Ausländer, den ich für einen Job in die Niederlande schicken würde, Niederländisch lernen sollte.“ Diese Vereinbarung hat er – auch persönlich – eingehalten, obwohl er sich damals nicht vorstellen konnte, dass er noch einmal in die Niederlande zurückkehren würde.

Ohne die niederländische Sprache werden Sie die Niederlande nicht wirklich kennen lernen

Gilet: „Die Holländer legen die Messlatte für Expats hoch. Man bekommt hier gar nicht so einfach die Chance, Niederländisch zu sprechen! Jeder wechselt sofort ins Englische oder Französische. Und wenn ich ganz ehrlich bin: Ich fand es großartig, dass die Leute mich auf Englisch oder auf Französisch ansprachen. Dadurch fühlte ich mich gleich wie zu Hause, aber ich habe das Land nicht wirklich kennengelernt.“

Bevor Pascal Gilet als Geschäftsführer von Heineken Niederlande anfing, bereitete er sich intensiv darauf vor, Niederländisch zu lernen. Zuerst absolvierte er ein intensives Gruppentraining in Belgien. Danach kam er zu Regina Coeli, um ein noch höheres Niveau zu erreichen.

Ein großer Schritt: ein ganzes Gespräch auf Niederländisch

Pascal Gilet: „Das Training bei Regina Coeli war anstrengend. Es war super schwierig und ich war am Donnerstagmorgen völlig kaputt. Während des Trainings war es eine große Herausforderung für mich, selbstbewusst ein ganzes Gespräch auf Niederländisch zu führen. Außerdem habe ich mich auf typische Geschäftsausdrücke konzentriert, so dass ich das Unternehmen von Anfang an auf Niederländisch führen konnte. Das Training bei Regina Coeli war nicht vergleichbar mit dem intensiven Programm, das ich vorher absolviert hatte, schon allein deshalb, weil dieses kein Einzeltraining und daher das Tempo viel langsamer war.

Sprachlich korrigiert werden

Der beste Weg, ein Sprachniveau zu halten und weiterzuentwickeln, ist, die Sprache häufig zu benutzen und von Muttersprachlern korrigiert zu werden. „Ich habe meine direkten Mitarbeiter gebeten, immer mein Niederländisch zu korrigieren. Ich möchte meinen Kolleginnen und Kollegen für ihre Hilfe danken. Das sagt etwas über die Qualität der Menschen bei Heineken aus. Sie sind sehr offen für andere und sorgen dafür, dass Menschen sich dort schnell zu Hause fühlen. Dafür bin ich sehr dankbar.“

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