Chinesisch ist ein Puzzle mit klaren Regeln

25 Januar 2018
door Regina Coeli

Nǐ hǎo. Mit diesen Worten beginnt Leo van Wuijckhuijse das Interview während seines Chinesisch-Kurses bei Regina Coeli. Bereits am vierten Tag seines Intensivkurses durchschaut er die Sprache erstaunlich gut. Hilfreich ist, dass er in den letzten neunzehn Jahren schon so viel Chinesisch gehört hat. Er arbeitet als Export Area Manager Asia-Pacific bei Royal Talens, dem Unternehmen hinter Marken wie Bruynzeel, Talens und Van Gogh. Diese Marken sind weltweit bei Künstlern und Hobbyisten bekannt.

„Bei einem Abendessen in China hörte ich 90% der Zeit Chinesisch, obwohl ich selbst bis dahin etwa 50 Wörter kannte. Mit dem Sprachkurs wollte ich erreichen, dass ich informelle Gespräche auf Chinesisch führen kann“, sagt Leo van Wuijckhuijse.

„Ich hatte mir schon vor langer Zeit vorgenommen, Chinesisch bei Regina Coeli zu lernen, wenn die Sprache dort jemals angeboten werden würde. Im Herbst dachte ich wieder daran und entdeckte, dass es jetzt in Vught die Möglichkeit eines intensiven Chinesisch-Trainings gibt. Mein Arbeitgeber hat sofort zugestimmt, und da habe ich gleich gebucht.“

Frühere positive Erfahrung mit Regina Coeli

Seine feste Absicht, zu Regina Coeli zurückzukehren, stammt von vor zwanzig Jahren, als Wuijckhuijse so schnell wie möglich Spanisch lernen musste, da er beruflich viel Zeit in Lateinamerika verbringen sollte. „Ich war ein echter Anfänger, aber nach zehn Tagen Unterricht konnte ich gut Spanisch sprechen. Es machte natürlich viel aus, dass ich bereits fließend Französisch sprechen konnte und, dass ich mich während des Sprachkurses total abgerackert habe. Auch danach habe ich jeden Tag spanische Audiokassetten im Auto gehört. Das Resultat war, dass ich in Lateinamerika mit allen auf Spanisch kommunizieren konnte.“

Chinesische Klänge oft gehört

Das Erlernen der chinesischen Sprache ist eine größere Herausforderung. Wo Spanisch und Französisch sich ähneln, gibt es im Chinesischen wenig Anhaltspunkte für das Verstehen der Wörter. Und doch scheint Wuijckhuijse ziemlich gut mit dem Mandarin zurechtzukommen. „Mein Vorteil ist, dass ich die chinesischen Klänge schon seit Jahren höre. Die Sprachtrainer bestätigen mir auch eine gute Aussprache.“

Mandarin ist sehr konsequent

Er sieht noch eine weitere Schwierigkeit in der Sprache, die er aber sofort relativieren kann. „Der Satzbau ist ein ganz anderer als in den westlichen Sprachen, aber dafür sehr konsequent. Es gibt nur wenige Ausnahmen. Darum ist die chinesische Sprache für mich ein Puzzle mit sehr klaren Regeln.“

Chinesen sind anders programmiert

Wuijckhuijse ist ganz in seinem Element, wenn er mit den Sprachtrainern über China, vor allem aber über Taiwan, das Land, in dem er am liebsten seine Zeit verbringt, sprechen kann. „Ich bekomme jetzt Antworten auf Fragen, die mir schon lange durch den Kopf gehen. Warum zum Beispiel machen Chinesen häufig Fehler mit dem englischen ‚he‘ oder ‚she‘? Das Zahlensystem der Chinesen ist mir jetzt auch klar geworden. Chinesen sind wirklich anders programmiert. Mir wird vor allem bewusst, was ich alles noch nicht weiß!“

Kulturelle Unterschiede unterschätzen

Oft bekommen die Kursteilnehmer von den Sprachtrainern wertvolle Tipps zum Umgang mit kulturellen Unterschieden. Mit seinem Erfahrungsschatz kann Wuijckhuijse schon fast selbst diese Unterschiede unterrichten. „Mein wichtigster Tipp an alle, die in China etwas unternehmen wollen, ist, dass man die kulturellen Unterschiede immer unterschätzt, auch wenn man versucht, sie zu berücksichtigen. Man kann kaum begreifen, wie groß die Unterschiede in einigen kleinen Dingen sind. Noch größer ist die Gefahr bei Chinesen, die Englisch sprechen. Sie scheinen westlich zu denken, sind im Wesen aber chinesisch.

Unglaublich, was ich schon weiß

Nach einem fünftägigen Chinesisch-Kurs kann Wuijckhuijse seiner Meinung nach selbst weiter lernen. „Während des Kurses wurde mir viel Stoff angeboten. Unter anderem viel Wortschatz. Es ist eigentlich unglaublich, was ich schon weiß. Ich merke, dass ich immer noch vorsichtig bin. Ich möchte meine Sache gut machen und brauche viel Übung. Aber ich habe einige Freunde und Geschäftspartner in China, die ich schon lange kenne. Bei ihnen traue ich mich, Chinesisch zu sprechen!“


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